Mehrere Headhunter parallel beauftragen? Was bei Vertriebsstellen funktioniert und was nicht

Mehrere Headhunter parallel zu beauftragen führt bei Vertriebsstellen selten zu schnelleren oder besseren Ergebnissen. Meist entsteht Doppelansprache, sinkende Motivation der Berater und ein Imageverlust bei Kandidaten. Sinnvoll ist es nur in klar abgegrenzten Konstellationen.

Was gegen eine Parallelbeauftragung spricht

<p dir="auto">Berater investieren Zeit und Geld in die Suche. Wenn sie wissen, dass drei Wettbewerber dieselbe Position bearbeiten, sinkt ihre Bereitschaft, intensiv zu sourcen. Die besten Berater lehnen solche Aufträge oft ganz ab.</p> <p dir="auto">Kandidaten werden mehrfach angesprochen, teilweise mit unterschiedlichen Aussagen zur Position. Das wirkt unprofessionell und kann gute Personen abschrecken.</p> <p dir="auto">Außerdem entstehen Zuordnungsfragen: Wer hat einen Kandidaten zuerst vorgestellt, und wem steht das Honorar zu? Das verursacht Streit und Verwaltungsaufwand.</p>

Wann eine Parallelbeauftragung dennoch passt

<p dir="auto">Sie kann sinnvoll sein, wenn unterschiedliche Segmente abgedeckt werden, etwa ein Berater für Deutschland und einer für die Schweiz, oder wenn zwei Positionen mit klar getrennten Profilen gesucht werden.</p> <p dir="auto">Auch bei Standardrollen mit großem Kandidatenmarkt, etwa Einsteigerpositionen, kann ein Wettbewerb zwischen Anbietern funktionieren. Hier steht Reichweite vor Tiefe.</p> <p dir="auto">Für Führungspositionen oder schwer besetzbare Profile ist Exklusivität mit klarer Frist in der Regel der bessere Weg.</p>

Die Alternative: Exklusivität mit Leitplanken

<p dir="auto">Vergib das Mandat exklusiv für einen begrenzten Zeitraum, etwa 30 bis 60 Tage, und vereinbare klare Meilensteine: Zeitpunkt der ersten Kandidaten, Anzahl der Gespräche, Rückmeldefristen.</p> <p dir="auto">Liefert der Berater nicht, kannst du nach Ablauf wechseln. So behältst du Kontrolle, ohne Qualität zu opfern. Vertragsdetails sollte ein Fachanwalt prüfen.</p> <p dir="auto">Frage Berater im Erstgespräch direkt nach ihrer Haltung zur Exklusivität. Ehrliche Antworten zeigen, wie ernst sie das Mandat nehmen.</p>

Ist es sinnvoll, zwei Headhunter für dieselbe Vertriebsstelle zu beauftragen?

Meist nicht. Doppelansprache, geringere Berater-Motivation und Imageverluste bei Kandidaten überwiegen. Sinnvoll ist es nur bei klar getrennten Segmenten oder Standardrollen mit großem Markt.

Was ist besser: Exklusivität oder Wettbewerb?

Für Führungs- und Spezialistenpositionen meist Exklusivität mit klaren Meilensteinen und Frist. Für Standardrollen kann ein Wettbewerb funktionieren, erfordert aber mehr Steuerungsaufwand.

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Sales Recruiting & Commercial Leadership

Moritz Blüml (hier mehr erfahren) besetzt seit über zehn Jahren Sales-, Key-Account- und Führungsrollen und hat mehr als 300 Vermittlungen persönlich durchgeführt und mehr als 2.000 Vermittlungen fachlich begleitet.

Sein Fokus: Vertriebsprofile, die nicht nur im Lebenslauf überzeugen, sondern beim Kunden Wirkung erzeugen, intern Akzeptanz schaffen und im Job wirklich liefern.

Autor

Moritz Blüml

Moritz Blüml

Talent Stratege

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